Im Jahre 1950 ging von der Schule Krummesse, durch die Lehrer Ihde und Pressler, die Initiative aus, einen Spielmannszug zu gründen. Große Freude herrschte bei den Kindern, als die ersten Trommeln auf dem Bahnhof in Blankensee eingetroffen waren. Mit einem Handwagen wurden die Trommeln von Blankensee nach Krummesse geholt. Später wurden dann noch Hörner angeschafft. Lehrer Ihde ließ die ersten Töne darauf erklingen, wobei die "Ersten" vor lauter Anstrengung, im wahrsten Sinne des Wortes nach hinten los gingen.

Der aus insgesamt 19 Gründungsmitgliedern bestehende Spielmannszug , war zunächst nur ein reiner Knabenspielmannszug. Die ersten Flöten- und Trommeltöne wurden den Kindern durch Willi Krohn, W. Witt und Erich Derlien beigebracht. Später übernahm Heinrich Eggert die gesamte Ausbildung der Flöter und Trommler. Nach ein paar Ausflügen zum Vogelsang und nach Beidendorf, saß bald der erste Marsch. Beim nächsten Kinderfest in Krummesse hatten wir unseren ersten, großen Auftritt.

In Berkenthin hatte man von der schmissigen Marschmusik unseres Zuges gehört. Prompt wurden wir engagiert und nehmen seitdem an jedem Schützenfest teil. Die Fahrten dorthin wurden in den ersten Jahren wiederholt mit einem Traktor und einem Anhänger durchgeführt. Es war immer wieder eine sehr lustige Angelegenheit. Die Teilnahme an anderen Veranstaltungen war bald ein fester Bestandteil des Veranstaltungskalenders. Dem Spielmannszug gehörten bis in den sechziger Jahren hinein nur Jungen an. Anfang der sechziger Jahre musste jedoch eine Durststrecke überstanden werden. Viele Schüler hatten inzwischen die Schule verlassen und konnten aus beruflichen Gründen nicht mehr an Veranstaltungen und Übungsabenden teilnehmen. Nachwuchs hatte man nicht rechtzeitig ausbildet.

1959 bekam der KSZ einen musikalischen Ableger. Die - Krummesser Gangbutscher Band - wurde gegründet. Waltraud Krüger, Andreas Last und viele andere "Junggebliebene" erinnern sich heute noch gerne an diese Zeit zurück. Zu dieser Zeit war es um den Krummesser Spielmannszug sehr ruhig. Manchmal trug man sich mit dem Gedanken der Auflösung. Hinzu kam auch noch, dass Herr Eggert aus beruflichen Gründen die Ausbildung nicht mehr betreiben konnte. Die Stabführung wurde nun vorübergehend von Gerhard Kruggel und Heinz Paul übernommen.

1965/1966 beschlossen die "Reste" des Spielmannszuges - zehn Mitglieder - neue Mitglieder zu werben. Nach einigen Fehlschlägen bei der Nachwuchswerbung entschloss sich der neue Vorstand, Mädchen in den Zug aufzunehmen. Das war, wie sich erst später herausstellte, eine gute Entscheidung. Auf dieser Sitzung wurde Karl-Heinz Wobig zum 1. Vorsitzenden gewählt und mit der Stabführung beauftragt. Er leitete den Spielmannszug bis 1987. Eine stolze Leistung!

1967 ging es mit dem Krummesser Spielmannszug wieder aufwärts. Viele Spielaufträge kamen rein. Die Teilnahme an verschiedenen Großveranstaltungen waren die Folge.

1968 übernahm freundlicherweise Herr Hermann Lütgens vom TUS - Lübeck die Ausbildung der Trommler. Unterstützt wurde er dabei von Karl-Heinz Wobig. Die Ausbildung der Flöter übernahm Frau Funk, die wenig später von Andrea Schielke abgelöst wurde. Die älteren Flötenspieler wurden von Hans Jürgen Hoge und Uwe Derlin geschult. Eine kleine Gruppe Lyraspieler leitete Hans Helmut Timmermann.

1975  25-jähriges Jubiläum! Die Zugstärke betrug 42 Spielleute. Die Zusammensetzung bestand aus 18 Mädchen, 7 Jungen und 17 Erwachsenen. 11 passive Mitglieder unterstützten zu diesem Zeitpunkt den Verein. Der Vorstand konnte mit Stolz verkünden: Einen Spielmannszug in dieser Stärke und mit einem großen musikalischem Repertoire, hatten wir bisher noch nicht in Krummesse. Mit einer neuen Uniform präsentierten sich die Spielleute stolz dem Publikum. Von nun an, ging es so richtig "bergauf". Die Spielleute hatten wieder richtig Biss!

1980 feierte der Spielmannszug mit großem Erfolg sein 30-jähriges Jubiläum. Ein Sternenmarsch mit 6 Musikzügen wurde zum Höhenpunkt der Veranstaltung. Anfang der 80er Jahre erfolgten auch die ersten Auslandsauftritte. Dänemark, Holland und Belgien waren die damaligen Höhepunkte.

1982 hatte der Spielmannszug sich aus Norwegen den "Grödem Skolekorp" mit 40 aktiven Spielleuten eingeladen. Bei den gemeinsamen Spielauftritten in der Gemeinde und in benachbarten Ortschaften herrschte große Begeisterung. Noch heute erinnert man sich  gerne an diese Zeit.

1983 konnte durch eine großzügige Spende die erste eigene Fahne angeschafft werden. Bei Großveranstaltungen, Volksfestumzügen etc. präsentiert sie stets den Verein und die Gemeinde Krummesse .

1984 gründeten „ältere“ Mitglieder des KSZ eine Kegelgruppe: "Die musizierende Neun"! Neben dem Kegeln werden auch gemeinsame Fahrten durchgeführt.

1985 wurde ein Jugendvorstand gegründet, der seitdem jedes Jahr neu gewählt wird. Ein sehr aktives, interessantes und lehrreiches Freizeitangebot wurde damit ins Leben gerufen und wird seitdem intensiv angeboten und auch sehr rege wahrgenommen. Eine sehr gute Bereicherung für den Verein!

1987 bis Ende 1998 wurde der Zug erfolgreich von Hans-Peter Horstmann geführt und geleitet.

1990 wurde das 40-jährige Jubiläum mit großem Erfolg gefeiert. Ein Video, das die interessantesten Darbietungen von Showeinlagen und Urkundenverleihung zeigt, wurde von Peter Linke gedreht. 

1992 wurde die bis 2017 bestehende Uniform modifiziert.

1996 starteten wir mit dem ersten Versuch eines Maifeuers. Heute ist das Fest aus dem Krummesser Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken.

1997 absolvierten wir eine 1-wöchige Campingfahrt zu unserer französischen Partnergemeinde  Bonningues-Les-Calais. Es war für alle Teilnehmer ein kultureller und musikalischer Höhepunkt. Wir erinnern uns alle sehr gerne an diese Zeit zurück.

1999 übernahm Ronald Sager die Leitung des Zuges. Die Stabführung hatte Ronald bereits seit 1989 inne. Unterstützt wird er von einem regen "Senioren"- und Jugendvorstand. Übungsleiterin - Britta Witten - ist stark bemüht, dass die Flöter die richtigen Töne herausbringen und Tambomajor Ronald Sager sorgt beim Marschieren für die richtige Formation.

2000 wurde das 50-jährige Jubiläum groß gefeiert. Zu diesem Anlass wurde unsere neue Fahne geweiht. Wir feierten das Fest über drei Tage und es war ein voller  Erfolg. Auch über dieses Jubiläum wurde ein Film gedreht.  

2000 und die darauffolgenden Jahre wurde besonders viel für die Ausbildung neuer Anfänger getan. Es erfolgte regelrecht ein Ansturm auf den Spielmannszug - und heute ist der Erfolg daraus deutlich zu erkennen.

2002/2003 haben wir durch die Übungsleiter Britta Witten und Janine Felske drei neue Stücke erlernt, die zum Teil durch Zusatzinstrumente verfeinert  wurden.

2004 haben wir zum ersten Mal an dem traditionellen Faschingsumzug des Krummesser Fanfarenzuges in Ahlen teilgenommen, was allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht hat.

Seit 2005 nahmen wir in jedem Jahr an einem Musikfest teil. Dort trafen wir andere  Vereine, von denen man sich hier und da auch neue Anregungen holt. In diesem Jahr haben wir unsere 1. CD aufgenommen. Außerdem haben wir 2005 unseren Vorstand um den Musikalischen Leiter erweitert. Dieses Amt wurde von Janine Felske ausgeführt. Unser Musikrepertoire konnte erheblich erweitert werden. Neben den traditionellen Märschen, die nie wegfallen werden, spielten wir auch viele moderne Stücke, bei denen jung und alt gerne mitsingen konnten.

2006 haben wir eine Vereinsfahrt nach Amsterdam unternommen, die bei allen Teilnehmern sehr gut angekommen ist.

Seit 2007 haben wir ein neues Vereinsheim. Im Sportheim vom Krummesser Sportverein stehen unsere Geschenke, Souvenire, Fotos usw. in einer Glasvitrine. Gerne setzen wir uns nach einem Spielauftrag hier noch auf einen „Klönschnack“ zusammen.

2007 und 2008 haben wir einen Spielauftrag mit einem netten Ausflug verbunden - wir haben im Heidepark Soltau Musik gemacht und hatten natürlich auch bei dem reichhaltigen Angebot dort viel Spaß.

2008 hat Angelika Witt die Leitung des Vereins übernommen. Es sind in Zukunft wieder viele Aktivitäten in Planung, wie eine Vereinsfahrt in 2009, unser Jubiläum 2010. Auch der Jugendvorstand plant immer wieder nette Veranstaltungen, wie Ausflüge in den Hochseilgarten, DVD-Abende oder Nachtwanderungen, so dass neben den vielen Spielauftritten auch die gemeinsame Freizeitgestaltung nicht zu kurz kommt, und der Nachwuchs schnell in die Gemeinschaft des Vereins integriert wird